Monatsarchiv: November 2010

Kurzreviews: Catfish, Rampage, Supernova, Die Goldene Gans

Catfish (2010)

Eine Dokumentation, wie der Fotograf Nev via Facebook sich mit dem achtjährigen Wunderkind Abby und ihrer älteren Halbschwester Megan anfreundet. Nevs Bruder Rel, sowie sein Freund Henry dokumentieren von 2007 bis 2008 den Verlauf der Freundschaft, bis sie im letzten Drittel des Filmes dann die Facebook-Familie besuchen. Schon vor dem Besuch wissen die drei, dass Megan ein unaussprechbares Geheimnis birgt und der Film überdramatisiert eine Spannung, welche mich schon mitgerissen hat. Doch das große Ende, in welchem eine Hillbillyfamilie Nev nach einer Zwangshochzeit enthauptet, bleibt aus  – das wahre Leben ist leider etwas trauriger. Ich hatte mich so sehr auf Enthauptung gefreut! Der Film hat für Deutschland noch keinen Verleiher/Kinotermin.

6/10 Punkten

Rampage (2009)

Teenager außer Rand und Band! Der frustrierte Bill baut sich einen kugelsicheren TeflaKevlaranzug und realisiert ein wenig Grand Theft Auto mit Cheatcodes. Was für ein langweiliges Build-Up, welches aber dann mit einem tierischen Holladiewaldfee eine Kleinstadt in Schutt und Asche legt. Ja, die eine Hälfte des Filmes besteht aus Schnarch und die andere aus einem überraschend kreativen und schockierenden Filmvokabular des Tötens. Die Story ist nicht schlecht, soll diese Videospielmentalitätskritik aber nur zusammen halten. Zu empfehlen für dreizehnjährige Jungs, die zu sehr ihre Xbox anschreien. Übrigens hab‘ ich die US-Version gesehen, da in der deutschen das Ende fehlen soll.

7/10 Punkten

Supernova – Wenn Die Sonne Explodiert (2005)

Spoiler! Luke Perry hat ein Vorzeichen vertauscht, die Sonne explodiert gar nicht. Und somit ist meine gute Tat vollbracht und ich habe euch soeben 2 1/2 Stunden Schwachsinn und Langeweile erspart. Ich gebe zu, dass ich während der Filmvorführung für 30 Minuten raus bin, um mit meiner Mutter über die Laubfärbung der aktuellen Jahreszeit zu debatieren. Passiert ist in dieser Zeit aber nix. Mickey Rourkes Monologe in The Expandables sind klüger und aufregender als Tia Carreres Versuch, ihre Karriere noch mehr zu zerkloppen. Da kann sich auch Peter Fonda so wenig Mühe geben wie möglich, sie ist schlechter.

1/10 Punkten

Die Goldene Gans (1964)

Der Schuster Klaus hilft einer verschrobenen Alten und bekommt eine goldene Gans geschenkt. Astrein! Damit kann er die Königstochter zum Lachen bringen und sie anschließend heiraten, sowie es schon seit Ewigkeiten Tradition ist. Das Königreich wird prompt mit der Gans verklebt und Klaus rettet den Königsschatz vor Prinz Störenfried. Liebevoll gemachtes Märchen mit abgedrehten Charakteren, einem genialen Score und einem herausragendem Kaspar Eichel als Klaus.

9/10 Punkten


RED – Älter. Härter. Besser.

Scooter! Jetzt mal im Ernst, deutsche Unterüberschriften sind superquark und RED ist supergeil! Ja, ich wurde gut unterhalten.

Frank Moses (Bruce Willis) spielt einen ehemaligen C.I.A.-Agenten im Ruhestand, welcher versucht, ein ruhiges und langweiliges Leben zu führen, bis eines Tages ein Killerkommando vor seiner Tür steht.

Ohne zu spoilern kann man von dem Film sagen, dass RED keine einfache Parodie, sondern die Wiederauferstehung des klassischen Actionfilms der 90er ist und erinnert an Klassiker wie Stirb Langsam und den besseren Bonds, wie Golden Eye. Sogar ein wenig Ocean’s Eleven ist mitgeschwungen, nur dass es diesmal nicht um Betrügereien geht, sondern darum, soviele Henchmen wie möglich zu eliminieren. Das Superstaraufgebot hatte mich zuerst zweifeln lassen, ob auch RED ähnlich stumpf wie The Expendables wird – weit gefehlt! Denn in diesem Film sind die Witze stattdessen lustig und die Over The Top-Action wohl pointiert.

Der Film kommt dabei fast ganz ohne filmischen Schnickschnack wie Shaky Cam oder Bullettime aus. Sogar eine Zeitlupe wurde nur für die 2-3 Szenen aus dem Trailer verwendet und das war sehr zu begrüßen! Man konnte klar die Action erkennen ohne aus dem Erzählfluss via zeitversetzte Erzählerfahrung gebracht zu werden. …auch wenn Zeitreisen fetzen und jeder das wissen sollte!

John Malcovich fuckin rocks! 9/10 Punkte


Pearl-Katalog Saison 2010/2011

Heute war es wieder soweit und im Briefkasten befand sich der neueste Pearl-Katalog. Für die, welche der Begriff „Pearl-Katalog“ nichts sagt: Hierüber kann man sich billige Elektronikspielereien kaufen, die man anschließend lieber verschenkt, anstatt sie selbst zu verwenden. Ich hatte mir darüber ein Ipodküchenradio geholt, doch dies werde ich später ausführlicher bewerten.

Was als erstes bei dem Katalog auffällt, ist der neue weiße Glanz, womit das Weihnachtsgeschäft eingeläutet werden soll plus die Grinsefresse auf dem Cover. Hatte man sonst eine namenslose Titterella den neuesten Technoschrott anpreisen lassen, ziert das hiesige Cover den nationalen Medienstar Gülcan. Sobald der Katalog aufgeschlagen wird, ist von diesem Unterschichtenfernsehwunder auch keine Rede mehr und man kann dazu über gehen, sich die 4 weiteren Dekolletees nahezubringen. Diese sind diesmal ganz zur Festtagszeit in Christbaumschmuck gewickelt.

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The Walking Dead Pilot

Gestern Abend gab es die erste Folge von The Walking Dead auf die Augen. (Anm. d. Red.: Ich bin ein langsamer Uploader) Schon im Vorfeld wurde man durch die Blogosphäre an Informationen über diese Serie erschlagen. Hier mal in kurz: Es geht um eine Zombieapokalyspe-Serie, welche auf einem Comic basiert (jener welcher hat gute Kritiken) und ins TV von Frank Darabont übertragen wurde.

WTF!?!

Frank Fucking Darabont! Als ich den Namen gelesen hatte (der Kopf hinter Die Verurteilten), musste ich mir den Piloten unbedingt reinfahren. Und es ist verdammt nochmal ein Meisterwerk geworden! Ich habe im Laufe meiner Zombiebegafflaufbahn schon einige Lichtblicke, sowie Gurken erhaschen können. Und meiner Meinung nach ist dieser Pilot der wohl beste „Zombiefilm“, den ich bis jetzt gesehen habe!

So, das ist nun meine Meinung und um diese zu untermauern, werde ich mal nicht weiter auf The Walking Dead eingehen, sondern andere (bekanntere) Zombie-Flicks mit diesem vergleichen und euch sagen, warum diese nicht so gut sind, wie jener. Gut genug sind sie meist trotzdem.

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