Kurzreviews: Catfish, Rampage, Supernova, Die Goldene Gans

Catfish (2010)

Eine Dokumentation, wie der Fotograf Nev via Facebook sich mit dem achtjährigen Wunderkind Abby und ihrer älteren Halbschwester Megan anfreundet. Nevs Bruder Rel, sowie sein Freund Henry dokumentieren von 2007 bis 2008 den Verlauf der Freundschaft, bis sie im letzten Drittel des Filmes dann die Facebook-Familie besuchen. Schon vor dem Besuch wissen die drei, dass Megan ein unaussprechbares Geheimnis birgt und der Film überdramatisiert eine Spannung, welche mich schon mitgerissen hat. Doch das große Ende, in welchem eine Hillbillyfamilie Nev nach einer Zwangshochzeit enthauptet, bleibt aus  – das wahre Leben ist leider etwas trauriger. Ich hatte mich so sehr auf Enthauptung gefreut! Der Film hat für Deutschland noch keinen Verleiher/Kinotermin.

6/10 Punkten

Rampage (2009)

Teenager außer Rand und Band! Der frustrierte Bill baut sich einen kugelsicheren TeflaKevlaranzug und realisiert ein wenig Grand Theft Auto mit Cheatcodes. Was für ein langweiliges Build-Up, welches aber dann mit einem tierischen Holladiewaldfee eine Kleinstadt in Schutt und Asche legt. Ja, die eine Hälfte des Filmes besteht aus Schnarch und die andere aus einem überraschend kreativen und schockierenden Filmvokabular des Tötens. Die Story ist nicht schlecht, soll diese Videospielmentalitätskritik aber nur zusammen halten. Zu empfehlen für dreizehnjährige Jungs, die zu sehr ihre Xbox anschreien. Übrigens hab‘ ich die US-Version gesehen, da in der deutschen das Ende fehlen soll.

7/10 Punkten

Supernova – Wenn Die Sonne Explodiert (2005)

Spoiler! Luke Perry hat ein Vorzeichen vertauscht, die Sonne explodiert gar nicht. Und somit ist meine gute Tat vollbracht und ich habe euch soeben 2 1/2 Stunden Schwachsinn und Langeweile erspart. Ich gebe zu, dass ich während der Filmvorführung für 30 Minuten raus bin, um mit meiner Mutter über die Laubfärbung der aktuellen Jahreszeit zu debatieren. Passiert ist in dieser Zeit aber nix. Mickey Rourkes Monologe in The Expandables sind klüger und aufregender als Tia Carreres Versuch, ihre Karriere noch mehr zu zerkloppen. Da kann sich auch Peter Fonda so wenig Mühe geben wie möglich, sie ist schlechter.

1/10 Punkten

Die Goldene Gans (1964)

Der Schuster Klaus hilft einer verschrobenen Alten und bekommt eine goldene Gans geschenkt. Astrein! Damit kann er die Königstochter zum Lachen bringen und sie anschließend heiraten, sowie es schon seit Ewigkeiten Tradition ist. Das Königreich wird prompt mit der Gans verklebt und Klaus rettet den Königsschatz vor Prinz Störenfried. Liebevoll gemachtes Märchen mit abgedrehten Charakteren, einem genialen Score und einem herausragendem Kaspar Eichel als Klaus.

9/10 Punkten

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